Warum Biochemie?
Was ist der Unterschied zu einer herkömmlichen Futterberatung?
Die Futtermittelindustrie hat vor ca. 70 Jahren angefangen, Futtermittel herzustellen. Man erinnert sich vielleicht an die ersten Werbeslogans: "Ein ganzer Kerl dank Chappi!"
Hunde hatten damals keine Lobby und deren Organismus war nicht so gut erforscht. Das ist heute zwar besser, aber es gibt immer noch Differenzen.
Anfangs wurde gedacht, die Organe des Hundes funktionieren genauso wie die des Menschen. Und deswegen wurden in die Futtermittel Bestandteile eingearbeitet, die der Hund nicht braucht und von denen er sogar über die Zeit erkranken kann.
Und das ist heute noch genauso, in erster Linie, weil es billig ist.
Folgen sind dann Hauterkrankungen, Juckreiz, Entzündungen, Insuffizienzen und Allergien..
Epuliden beim Boxer können beispielsweise aus diesen Entzündungen entstehen.

Wau-Effekt
Der Wau-Effekt ist, dass der Hundekörper komplett anders funktioniert als angenommen. Er braucht tatsächlich andere Komponenten in seinem Futter, als die Futtermittelindustrie wahrhaben möchte. Seine Magensäure hat einen pH-Wert von 1-2. So ist sie durchaus in der Lage rohe Knochen und Knorpel rückstandslos zu verdauen.
Mit anderen Worten: Der Hund braucht keinen Brei, sondern "Beute"!
Nahrungskomponenten, die eine lange Verweildauer im Magen haben, dass genug Magensäure produziert werden kann, um die Nahrung richtig zu verdauen.
Die Leber und die Galle bekommen durch die "Beute" etwas zu tun, die Galle dickt nicht ein, die Leber kann ihre Entgiftungsprozesse vornehmen.

Kurz zur Geschichte
Der Wolf - der Hund
Der Wolf ist schon von jeher ein Beutegreifer. Er lebte in sozialen Verbänden, die auf Energieeffizienz beruhten. Das Prinzip Anspannung, Nahrung, Regeneration prägt bis heute die Physiologie des Hundes.
Vor etwa 30.000 Jahren hat sich der Wolf den Menschen angeschlossen, sie nutzten den Schutz in seiner Umgebung. Der Mensch machte sich die Wachsamkeit des Wolfes zu eigen. Und obwohl der Wolf in der Zeit von den Abfällen der Menschen gelebt hat, entstand keine Umwandlung der inneren Biologie.
Die genetische Übereinstimmung vom Hund zum Wolf liegt bei über 99 %. Einige Gene des Hundes wurden vervielfacht, und so konnte er sich ein wenig an die menschliche Kost anpassen. Eine erhöhte Toleranz, aber keine biologische Umwandlung.
Physiologie des Hundes
Der Hund hat sich über Jahrtausende mit den Menschen entwickelt.
Er versteht unsere Signale, sucht Nähe und folgt Anweisungen.
Doch sein Körper funktioniert noch wie der eines Jägers: er hat scharfe Zähne, zum zerreissen, nicht zum mahlen, einen sehr dehnbaren Magen und einen kurzen Darm, der sich vor allem auf die Verarbeitung von Eiweiß und Fett konzentriert.
Diese physische Ausstattung zeigt, dass Hunde auf regelmäßige, konzentrierte Mahlzeiten ausgelegt sind, nicht auf ständiges Fressen.
Fressverhalten und Verdauung
Fasten war für Wölfe ganz normal. Zwischen den Jagderfolgen, vergingen oft Stunden oder Tage, ohne Nahrung.
Der Körper nutzte diese Pausen für Ordnung: Enzyme wurden reduziert, Entgiftung setzte ein, Fettreserven wurden genutzt und beschädigte Zellen abgebaut.
Diese Selbstreinigung, Autophagie, ist ein alter, angeborener Mechanismus, der Überlastung vorbeugt und Organe gesund hält.
Auch unsere Haushunde haben diese Fähigkeit nicht verloren, auch wenn sie heute leider seltener zum Einsatz kommt.
Industrialisierte Tiernahrung
Durch die Industrialisierung der Tiernahrung hat sich das Verhältnis zum Futter drastisch verändert.
Was früher Beute war, ist heute ein standardisiertes Produkt, berechnet am Computer.
Dadurch ging der natürliche Rhythmus verloren.
Statt Phasen von Hunger und Sättigung gibt es heute ständige Verfügbarkeit, viele kleine Snacks und Leckereien.
Dieses Dauerfüttern passt nicht zum Verdauungssystem des Hundes.
Die Folge: ständige Insulinreaktionen, fehlende Ruhephasen und eine Überlastung von Leber, Bauchspeicheldrüse und Darm.
Heute sehen wir die Folgen: Übergewicht, Hautprobleme, Unruhe und Allergien.
Das sind keine neuen Krankheiten, sondern ein Zeichen dafür, dass wir entgegen der natürlichen Entwicklung füttern.
